Lothar-Kreyssig-Friedenspreis

Der Oekumenische Dienst Schalomdiakonat als Vorläufer des gewaltfrei handeln e.V. hat am 5. November 2011 in Magdeburg den Lothar-Kreyssig-Friedenspreis erhalten.

Mit der Auszeichnung wurde er für die Qualifizierung von Friedensfachkräften  geehrt.

"Die vom Schalomdiakonat ausgebildeten Friedensfachkräfte tragen mit ihrem Einsatz in Konfliktbewältigung, Gewaltfreiheit und Mediation dazu bei, den Frieden in der Welt zu stärken und Konflikte zu entschärfen", sagte Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD).

Als Alternative zu militärischen Interventionen müsse die Forschung über gewaltfreie Konfliktbearbeitung massiv ausgebaut werden, sagte der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, in seiner Laudatio.

Die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde bei einem Festakt überreicht.


kreyssigpreis2011Michael Seils, Kuratoriums-Vorsitzender der Stiftung Lothar-Kreyssig-Friedenspreis; Dr. Elisabeth Schieffer, Vorsitzende des
gewalfrei handeln e.V. und Jochen Kreyssig bei der Preisübergabe in der Johanniskirche

Der Friedenspreis wird alle zwei Jahre vom Kirchenkreis Magdeburg an Einzelpersonen und Gruppen verliehen, die sich für die Versöhnung von Menschen in Europa oder Israel einsetzen. Er erinnert an den evangelischen Juristen Lothar Kreyssig (1898-1986). Kreyssig hatte 1958 die Aktion Sühnezeichen initiiert. Frühere Preisträger sind unter anderem der ehemalige polnische Ministerpräsident Tadeusz Mazowiecki (1999) und die einstige Staatsministerin Hildegard Hamm-Brücher (2001)

 

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„Während des konziliaren Prozesses Ende der 80er Jahre wurde deutlich, wie nötig es ist, Personen zu befähigen, Konflikte friedlich und konstruktiv zu bearbeiten. Diese Aufgabe hat der Verein zielgerichtet in Angriff genommen.“

Michael Seils, Kuratoriums-Vorsitzender der Stiftung Lothar-Kreyssig-Friedenspreis